Elektrische Anlagen sind technisch komplexe Gebilde, die nach einer fachgerechten Planung und Errichtung auch eine fachgerechte Wartung und Instandhaltung benötigen.

Im Rahmen der Planung und Errichtung sowie der Wartung und Instandhaltung elektrischer Anlagen ist es notwendig, Brandgefahren zu erkennen und zu beseitigen oder im Vorfeld zu vermeiden, so dass der durch den Gesetzgeber geforderte sichere Betrieb und Erhalt des ordnungsgemäßen Zustandes elektrischer Anlagen auch im Hinblick auf den elektrotechnischen Brandschutz gewährleistet ist.

Der Betreiber trägt die Verantwortung für den sicheren Betrieb, er hat Organisations- und Fürsorgepflichten. Anlagen müssen zudem wirtschaftlich arbeiten, die Betriebskosten möglichst niedrig sein, Ausfallzeiten vermieden werden.

Geben Sie die Verantwortung für die Betriebssicherheit von elektrischen Anlagen in kompetente Hände - von der Installation über die Wartung und Instandhaltung bis zur Entsorgung. Wir steigern die Betriebssicherheit Ihrer elektrischen Anlagen und Betriebsmittel durch regelmäßige Wartung und Instandsetzung.

Unser Dienstleistungsumfang:

Prüfung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln gemäß DGUV V3 und VDE-Normen

Erst- und Wiederholungsprüfungen von elektrischen Anlagen, ortsfesten und ortsveränderlichen Betriebsmitteln.

  • Erfassung von Anlagen- und Gerätedaten
  • Kennzeichnung mit Barcodeschildern
  • Durchführung der Geräte-/Anlagenprüfung
  • Einpflegen der Prüflingsdaten und der Prüfergebnisse in eine Datenbank
  • Erstellung einer umfangreichen Dokumentation aus der Datenbank

 

Übersicht des Prüfumfangs und der sicherheitstechnischen Grenzwerte

 

Arbeitsmittel der Schutzklasse (SK)

 

 

 I

 

 II

 

 III

 

Besichtigen

 

 

 

 √

 

√ 

 

 Messen des Schutzleiterwiderstandes

 

Für Leitungen mit einem Bemessungsstrom
16 A
bis 5 m:
0,3 Ω,

je weitere 7,5 m: zusätzlich 0,1 Ω;
max. 1
Ω

Für Leitungen mit höheren Bemessungsströmen gilt der berechnete ohmsche Widerstandswert

 

 

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Messen des Isolationswiderstandes

 

1 MΩ;
2 MΩ für den Nachweis der sicheren
Trennung (z. B. Trafo);
≥ 0,3 MΩ bei Geräten mit Heizelementen

 

≥ 2 MΩ

0,25 MΩ

Messen des Schutzleiterstromes

 

3,5 mA

an leitfähigen Bauteilen mit PE-Verbindung.

1 mA/kW bis max. 10 mA bei Geräten mit Heizelementen P > 3,5 kW

 

 

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Messen des Berührungsstromes

 

≤ 0,5 mA
an leitfähigen Bauteilen ohne PE-Verbindung

 

≤ 0,5 mA an leitfähigen Bauteilen

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 Messen der Ausgangsspannung 

Leerlaufspannung an Ladegeräten, Netzteilen (ggf. PELV), Stromerzeugern, Kleinspannungserzeugern (SELV) usw. 

Erproben

 

Funktion von Sicherheitseinrichtungen und Funktionsprobe

 

Dokumentieren, Auswerten und Prüffrist festlegen

 

 

Beispiel einer Checkliste zum Besichtigen von Arbeitsmitteln

Besichtigungsmerkmale „Zustand des Prüflings“

  • Prinzipielle Eignung des Arbeitsmittels für den Einsatzbereich (vergleiche auch BGI 600)
  • Kennzeichnung K1     ; K2     

 

An Stecker/Leitungskupplung:

  • Stecker- oder Kupplungsgehäuse ohne Deformierung oder Beschädigung,
  • Keine Abnutzungen, Lockerungen, Brüche oder thermische Schäden an Steckerstiften,
  • Schutzkontakte frei von Korrosion, Verbiegungen oder Brüchen.

 

An der Anschlussleitung (auch Handprobe):

  • Wirksamkeit der Zugentlastungen,
  • Biege- und Knickschutzteile vorhanden und unbeschädigt,
  • Übereinstimmung von Schutzklasse und Anschlussleitung/Stecker, ggf. Kupplung,
  • Querschnittbemessung ausreichend.

 

An Gehäuse/Körper:

  • Wirksamer Berührungsschutz ausreichend, Schutzart mind. IP 2X oder höher,
  • Schutzart der Gehäuse oder Verkleidungen nicht durch Beschädigung oder Einbeulung beeinträchtigt,
  • Keine unzulässigen Eingriffe und Änderungen, Einritzungen und Abnutzungen,
  • Gehäuse ohne Bruchschäden,
  • Unbeschädigte Isolierungen/Isolierteile, z. B. von außen zugängliche Schleifkohlenhalter,
  • Keine Anzeichen von Überlastung oder unsachgemäßem Gebrauch,
  • Keine übermäßige Verschmutzung, Korrosion, Feuchtigkeit, leitfähige Ablagerungen,
  • Kühlöffnungen frei, erforderliche Luftfilter vorhanden,
  • Keine Schäden an Schalter, Schalterarretierungen, Stellteilen, Betätigungseinrichtungen, Meldeleuchten usw.,
  • Ordnungsgemäße Bestückung mit Sicherungen, Lampen oder dergleichen,
  • Ordnungsgemäß montierte und funktionstüchtige mechanische Schutzvorrichtungen,
  • Keine sonstigen mechanischen, chemischen oder thermischen Beeinträchtigungen,
  • Lesbarkeit von Typschild und Aufschriften, die der Sicherheit dienen, z. B. Warnsymbole, Schutzklasse, Schutzart, Kenndaten von Sicherungen, Schalterstellungen an Trenn- u. Wahlschaltern, Kategorie-Kennzeichnungen K1 / K2 für Einsatzbereiche usw. 

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